Aktualisiert (Freitag, 07. März 2008 18:09)
Geplante Schießanlage bedroht Heimat, Lebensqualität und Eigentum von 3.700 Menschen in Kößlarn und Bayernbach (Bäderdreieck; Niederbayern)
Der „Verein zur Förderung des jagdlichen Schießwesens“ hat mit Schreiben vom 25.05.2006 beim Landratsamt Passau den Antrag auf Bau einer offenen Wurftaubenschießanlage in Kößlarn gestellt. Bereits seit über einem Jahr wusste der Schießverein damals, dass dieses Vorhaben bei den Kößlarner Bürgern aufgrund der unmittelbaren Wohnortnähe auf absoluten Widerstand stößt.
Die nächsten Anwohner sind weniger als 500 m entfernt. Besonders betroffen ist auch das neu ausgewiesene Baugebiet „Am Hofreiter Bach“.
Der Schießverein beabsichtigt einen ganzjährigen und ganztägigen kommerziellen Schießbetrieb von Montag bis Sonntag (Mo bis Sa 9-18 Uhr, So 9-16 Uhr). Die Schusszahl beläuft sich auf 28.450 Schuss pro Woche, das sind rd. 1,5 Millionen Schuss pro Jahr. Während des Schießbetriebs bedeutet dies alle 10 Sekunden ein Schuss.
Mit diesen Schusszahlen ist die beantragte Anlage einer der 15 größten Schießstände in Bayern und übertrifft das Schussvolumen der Münchner Olympiaschießanlage.
Trotz des massiven Widerstands rückte der „Verein zur Förderung des jagdlichen Schießwesens“ bislang nicht von seinen Plänen ab. Dieses beantragte Projekt verletzt eine Vielzahl öffentlicher und privater Belange.
Auch das bayerische Umweltministerium weist in einer Veröffentlichung darauf hin, dass Wurftaubenschießanlagen im Umkreis von 3 km zur Wohnbebauung Probleme verursachen. Der ganze Ort Kößlarn befindet sich innerhalb dieses 3km-Radius´.
Der Bau der geplanten Schießanlage bedeutet:
- permanent krankmachenden Lärm.
- Minderung der Wohn- und Lebensqualität
- Verlärmung eines Wald- und Naherholungsgebietes
- Quell- und Grundwasserverschmutzung durch kontaminierte Sicker- und Niederschlagswässer
- Wertminderung der Immobilien.
- Beeinträchtigung der Ortsentwicklung.
- Zerstörung des touristischen Potentials inmitten des Bäderdreiecks (Wallfahrtskirche, Pilgerweg „Via Nova“, neues Kirchenmuseum, Wandergebiet Kößlarn)
Keine Schießanlage


